Arbeitsplatz-basierte Assessments (AbAs) einzuführen ist technisch keine grosse Hürde. Die eigentliche Herausforderung ist menschlicher Natur: Es geht um den Aufbau neuer Gewohnheiten, um Kulturveränderung und darum, die Angst vor Beurteilung abzubauen. Adi Marty, unser Experte für kompetenzbasierte Ausbildung, hat die wichtigsten Erkenntnisse aus der Praxis zusammengefasst.
Das Tool liegt in der Hosentasche. Die Bereitschaft ist grundsätzlich da. Und trotzdem findet das Assessment nicht statt – weil man schlicht nicht daran denkt. Vergessen ist der grösste Feind der neuen Gewohnheit, meist nicht fehlende Motivation. Wer das versteht, setzt an der richtigen Stelle an.
Bevor irgendwelche Tools eingeführt werden, müssen alle Beteiligten – Trainees und Supervisors – verstehen, was EPAs und Programmatic Assessment
Ein AbA darf nicht am Abend nach einem langen Dienst durchgeführt werden müssen. Es muss in den Arbeitsablauf integrierbar sein – und zwar so, dass es weniger als eine Minute dauert. Ist diese Hürde zu hoch, wird es nicht passieren, egal wie gut die Absichten sind.
preparedEPA ist genau dafür gebaut: Ein Assessment direkt nach einer Tätigkeit gemeinsam durchführen. Keine Flut an Einladungs-Emails an Vorgesetzte (welche, dann nur mit Verzögerung drauf reagieren - wenn überhaupt)
Beim Thema AbAs sitzen Trainees und Supervisor im gleichen Boot. Beide
Empfehlung: Macht das explizit im Team. Erklärt, dass gegenseitiges Erinnern ausdrücklich erwünscht und ein Zeichen einer guten Lernkultur ist.
Zeige bei regelmässigen Rapports, wer wie viele AbAs dokumentiert hat. Das wirkt auf mehreren Ebenen:
Das Cockpit von preparedEPA liefert genau diese Auswertungen – ohne manuelle Aufbereitung.
Dokumentierte AbAs bringen nur dann den vollen Nutzen, wenn sie auch genutzt werden. Konkret heisst das:
Der Buchklassiker Atomic Habits bringt es auf den Punkt: Grosse Veränderungen entstehen durch kleine, konsistente Handlungen. Ein konkretes Beispiel für den Klinikalltag:
Schau dir jeden Morgen kurz vor dem Start in der App die Trainees an, mit denen du heute arbeitest. Was ist ihr aktuelles Kompetenzprofil? Welche EPAs stehen heute an? Welche Lernziele sind noch offen?
Das dauert zwei Minuten und schafft einen bewussten Einstieg in den Tag – mit dem Blick auf gezielte Lernmöglichkeiten.
Hier kommt eine der praktischsten Neuerungen: Kleber und Poster mit QR-
Die Idee: Die Kleber kommen genau dorthin, wo die jeweilige EPA stattfindet.
Der Kleber ist kein Gadget. Er ist ein konkreter, physischer Reminder, der beide Seiten immer wieder an die Möglichkeit eines Assessments erinnert – ohne App zu öffnen, ohne zu suchen.
👉 Die EPA-Poster und Kleber kannst du selbst erstellen: tools.prepared.app
Ein AbA braucht kein langes Gespräch. 1 bis 4 Minuten reichen, um ein sinnvolles Feedbackgespräch zu führen und ein konkretes Lernziel zu generieren. Lieber fünf kurze Feedbackgespräche pro Woche als ein ausführliches pro Quartal.
Das verändert auch die Wahrnehmung auf Trainee-Seite: Es geht nicht um eine Prüfung, sondern um einen kurzen, konstruktiven Austausch direkt nach einer Tätigkeit.
Je mehr Datenpunkte vorhanden sind, desto gezielter kann Teaching eingesetzt werden – und desto klarer wissen Trainees, wo sie stehen und was als nächstes zu tun ist.
Hast du Fragen zur Einführung von preparedEPA in deiner Institution? Wir helfen dir gerne dabei, die ersten Schritte zu planen.